Handy Taschen machen mich wahnsinnig


Der Drang das teure Smartphone vor unliebsamen Kratzern und Blessuren zu schützen ist, vor allem in Anbetracht der teuren Anschaffungskosten, sehr verständlich. Und trotzdem mag ich Handytaschen nicht sonderlich gerne. Beispiel: Man möchte mal eben wissen wie spät es ist, deshalb holt man das mobile Telefon erst aus der Hosentasche und schiebt es dann mehr oder minder schwungvoll aus der Handytasche. Anschließend steckt man es wieder zurück in die Handytaschen und zurück in die Hosentasche. Dann bemerkt man, dass man die Uhrzeit schon wieder vergessen hat und holt das Handy wieder aus der Hosentasche und zwängt es letztlich auch wieder aus der Handytasche heraus.

Wie schützt ihr euer Smartphone?

View Results

Loading ... Loading ...

Dieses Prozedere stört mich gewaltig. Und JA, es ist gut möglich, dass ich es eventuell … vielleicht .. etwas zu sehr dramatisiere. Dennoch habe ich mir überlegt unter Umständen auch ohne Schutzhülle auskommen zu können. Dazu muss ich aber sagen, dass mich dann sofort so ein beklemmendes, schuldhaftes Gefühl beschleicht, wenn ich nur daran denke wie das Telefon dann nach einiger Zeit ausschaut. Gut möglich, dass meine Erfahrungen mit dem Motorola Milestone diesem Gefühl *einmal Hosentasche = optischer Totalschaden* nicht gerade abträglich war. Mein Milestone nämlich, war zum Schluss wahrlich kein schöner Anblick mehr -Lack der Kamerataste komplett weg, Gummierung des Akkudeckels teilweise abgeschrubbelt und überall Kratzer. Andererseits, je oller das Telefon dann wurde, desto laxer wurde auch der Umgang mit selbigem. Im Umkehrschluss könnte dies natürlich bedeuten, dass nach den ersten paar Kratzern ein Gewöhnungsmoment einsetzt.

Ich kann mich noch gut an einen Kumpel errinern, der sich damals ab Markteinführung ein iPhone 3G gekauft hatte und dafür auch eine nicht unerhebliche Zeit lang in der Schlange gestanden hatte. Selbstverständlich wurde das Handy kurze Zeit später mit Displayschutzfolie und Hülle ausgestattet. Die Tage darauf hatte er auch ständig ein Auge darauf, dass ja nichts scharfkantiges (o.ä.) seinem iPhone zu nahe kam, bis es eines Tages auf dem blanken Asphalt landete. Es war natürlich gerade nicht in der Hülle, weil er eine SMS tippte. Der Schaden (ein/zwei Abschürfungen) war auch garnicht mal soo groß, wie man hätte befürchten können und dennoch hat er sich nach diesem Missgeschick keinen Kopf mehr über Schuztfolien und Hüllen gemacht. Bis er dann auf das 4G umstieg.

Meine Theorie lautet also: Man wartet quasi auf den ersten Kratzer/Verschleiss, um sich dann keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen. So, ich such mir jetzt erstmal eine entsprechend asphaltierte Straße. Tschö.