Motorola RAZR i – Intel powered (nahezu) edge-to-edge Smartphone


Für wessen Geschmack in der Überschrift nun genug des Angelsächsischen Wortguts enthalten war darf sich nun beruhigt zurücklehnen und folgenden deutschen Worten lauschen .. ähm zumindest derer einige lesen. Das neue, gestern vorgestellte Smartphone Motorola RAZR i mit *Obacht* „nahezu randlosem Display“ kann wieder mal verdammt viel und zeichnet sich vor allen Dingen durch seinen Prozessor und „Vollbild“ aus. Was es mit ersterem auf sich hat, dazu später mehr. Zunächst zum Herzstücke, eines jeden Smartphones, dem Prozessor.

Im neuen Motorola Smartphone macht sich ein 2,0 Ghz Intel Atom Prozessor breit. Ja, richtig! Das gleiche Teil das auch in Netbooks gestopft wird. Und trotzdem soll das RAZR i auf eine annehmbare Akkulaufzeit von insgesamt 20 Stunden kommen. Ja, heutzutage bin ich mit 20 Stunden Nutzungszeit zufrieden, obwohl Moto diesen Wert gleich wieder relativiert. Diese „Nutzungszeit“ umschließt nämlich sowohl Nutzungs- als auch Standby Zeit. In welchem Verhältnis? Keine Angabe. Motorola spricht vom durchschnittlichen Nutzerverhalten und dieses gibt es bekanntlich nicht. Seis drum, wer heutzutage sein Smartphone nicht eh am Ende des Tages an die Steckdose klemmt wird vermutlich gerade das Backup Handy an selbiger laden und deshalb rein physikalisch nicht in der Lage sein.

Natürlich waren viele vor allen Dingen auf das randlose (Edge-to-Edge) Display gespannt. Doch, halt. Wir müssen tapfer sein und akzeptieren, dass das Display nur „nahezu“ randlos wird. Es ist dicht dran an der „Randlosigkeit“ und tatsächlich ließen die Bilder tatsächlich die Hoffnung auf ein komplett randloses Display aufkeimen. Aber am Ende des Tages bleibt halt immernoch eine schwarze Umrandung rund ums Display erhalten. Das heißt leider, adieu randloses Display. Hallo, nahezu-randloses Display.

Insgesamt kann man wohl sagen, dass das RARZ i dennoch ganz schön auf dicke Hose macht. Das Smartphone ist in einem Kevlar verstärktem Gehäuse untergebracht und knüpft mit gerade mal 8,3 mm Tiefe wieder an alte RAZR Tugenden an. (Trotzdem ist das iPhone schlanker und braucht gerade mal 7,6 mm um die Hardware unterzubringen.) Wir haben weiterhin ein 4,3″ AMOLED Display und eine 8 MP Kamera im Gerät verbaut. Als Betriebssystem befindet sich natürlich -Motorola gehört immerhin zu Google- Android auf dem RAZR i. Mh, handelt es sich also um ein unspektakuläres Jedermann-Smartphone? Jein. Das RAZR i macht vieles richtig und dürfte -bei einem einigermaßen humanen Preis- den ein oder anderen sicherlich glücklich machen. Aber der Kracher ist es nicht, dafür hat Motorola den Mund etwas zu voll genommen (und ganz nebenbei das Einladungsplakat falsch -da komplett Randlos- bedruckt).